“A & E Änderungs-Atelier” ist von Galeria Kaufhof zu Dreier & Horstmann gezogen!

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Galeria Kaufhof ist in Osnabrück Geschichte – einige Angebote aber bleiben bestehen. Der Schuhe-und-Schlüssel-Dienstleister Mister Minit ist bald am Neumarkt zu finden. Und auch das “A & E Änderungs-Atelier” von Ramazan Tokgȏz hat ein neues Zuhause gefunden. Der Schneidermeister residiert nun im Modehaus Dreier & Horstmann am Goethering.

Elf Jahre lang war die 3. Etage von Galeria Kaufhof die Heimat des “A & E Änderungs-Ateliers”. Nach der Schließung des Kaufhauses wurde der 46-jährige Ramazan Tokgȏz bei Dreier & Horstmann mit offenen Armen empfangen. Auch seinen Kunden ist offenbar ein Stein vom Herzen gefallen. Geschäftsführer Olaf Horstmann berichtet, einige seiner eigenen Stammkunden hätten geklagt, nun nicht mehr zu wissen, zu welchem Schneider sie gehen sollen – und seien froh gewesen, dass Tokgȏz bei ihm eingezogen ist.

Bei Galeria Kaufhof konnten die Kunden die in dem Haus (oder auch anderswo) gekaufte Kleidung bei Ramazan Tokgȏz ändern lassen. Das ist in seinem neuen Domizil genauso. Darüber hinaus bietet der Meister ein großes Sortiment an Mund-Nasen-Schutzmasken an, die er nach dem individuellen Geschmack seiner Kunden anfertigt.

Ramazan Tokgȏz sagt, er mache alles, was kommt. Ein Blick in sein Atelier zeigt, dass er dort bestens ausgerüstet und gemeinsam mit seiner Aushilfe zwar schon gut ausgelastet ist, aber noch nicht in Arbeit versinkt. Der Umzug von Galeria Kaufhof zu Dreier + Horstmann ist offensichtlich schnell über die Bühne gegangen und hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Schon am Montag hat Tokgȏz seinen Betrieb am Goethering geöffnet.

Das “A & E Änderungs-Atelier Ramazan Tokgȏz” am Goethering 33-35 hat von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Telefonisch ist es unter der Nummer 0157 – 30 488 082 erreichbar.

Aus: Neue Osnabrücker Zeitung vom 20.10.2020

Der Tradition verpflichtet – Modehaus Dreier & Horstmann setzt auf Stammkundschaft

ix. Osnabrück. Das Modehaus Dreier & Horstmann gibt es bereits seit 1936 in Osnabrück. Olaf Horstmann führt das Geschäft am Goethering in dritter Generation.

Die Fassade am Goethering 33–35 ist eher nüchtern: kein Schaufenster, keine üppigen Dekorationen. Doch wer die Tür öffnet und hinter die Fassade schaut, wird vom Fachpersonal des Modehauses Dreier & Horstmann herzlich willkommen geheißen – und, wenn gewünscht, von Kopf bis Fuß zum Typ passend eingekleidet. Das wissen viele Kunden bereits seit Jahrzehnten zu schätzen und geben es an die nächste Generation weiter.

In diesen alten Holzregalen lagerten früher die Stoffe. Heute präsentieren Olaf (links) und Ansgar Horstmann hier Oberhemden. Foto: Claudia Ix

In diesen alten Holzregalen lagerten früher die Stoffe. Heute präsentieren Olaf (links) und Ansgar Horstmann hier Oberhemden. Foto: Claudia Ix

 

Altes Mobiliar

„Wir dürfen älter wirken als die klassischen Filialen“, sagt Olaf Horstmann. Der Geschäftsführer, in dritter Generation im Modehaus, das 1936 Friedrich Dreier und Hermann Horstmann als Tuch- und Futterstoffgroßhandlung eröffneten, streicht über das Holz der alten Treppe. „Vor einem Jahr haben wir umgebaut, aber wir wollten nicht alles komplett neu machen. Wir wollten das genauso haben“, betont Horstmann. Ein Beispiel: In den langen Regalen, in denen früher die Stoffe lagerten, finden heute die Oberhemden Platz.

Tradition verpflichtet

Der 34-jährige Olaf Horstmann, der gemeinsam mit seinem Vater Ansgar und Hans-Uwe Dreier-Landwehr die Geschäfte führt, spürt die Tradition seines Hauses überall und weiß, dass sie verpflichtet. „Persönlichkeit statt Größe, das ist unser Motto“, erklärt Horstmann junior. Auf 700 Quadratmetern bieten er und seine insgesamt 13 Mitarbeiter den Kunden Marken von rund 30 Herstellern – nicht hochpreisig, aber auch keine Billigware. „Wir wollen es gar nicht über die Größe machen, sondern mit unserer Stärke punkten: Kompetenz und Persönlichkeit“, sagt Horstmann.

Geschäftscredo bei Dreier & Horstmann ist nicht, um jeden Preis zu verkaufen. „Lieber dreimal nichts kaufen und dann einmal etwas richtig Gutes“, das wollen die Mitarbeiter den Kunden vermitteln. „Beratung ist für uns das A und O. Wir verkaufen gerne, aber nicht mit Gewalt“, erklärt Olaf Horstmann.

Gut 6000 Stammkunden

Das wissen die gut 6000 Stammkunden zu schätzen. Wer möchte, kann seine Maße notieren lassen und muss dann z.B., wenn er zum Anzug eine zweite Hose benötigt, nur anrufen. Bei der Beratung können sich die Kunden ganz auf das geschulte Fachpersonal verlassen: „Bei Stammkunden kennen einige unserer Verkäufer die Garderobe fast besser als der Kunde selbst“, erklärt Horstmann.

Der junge Geschäftsführer nimmt natürlich auch die nächste Generation in den Blick. Vorsichtig hat er das Angebot verjüngt. „Unser typischer Kunde ist 40+, aber wir entwickeln uns Richtung 30“, erklärt der Mittdreißiger. Auch Geschäftsleute, die beruflich gut sitzende Anzüge benötigen, kommen gerne zum Goethering: „Wir bieten Anzüge nach dem Baukastenprinzip an, wo man einzelne Teile dann wieder nachkaufen kann“, sagt Horstmann.

Viel Verantwortung

Er weiß, welche Verantwortung auf seinen Schultern lastet: „Es ist ein Familienbetrieb, das ist schon etwas anderes als eine Filiale. Das macht einen stolz, aber man ist sich auch bewusst, dass man für Arbeitsplätze verantwortlich ist“, so der Geschäftsführer. Wie sein Vater, nimmt auch der Sohn den Job oft mit nach Hause: „Manchmal ist man rund um die Uhr gedanklich dabei, weil einem plötzlich noch eine Idee kommt.“ Horstmann betont: „Nur zum Geldverdienen macht man das nicht.“
Genau das hat sich in Osnabrück herumgesprochen. Olaf Horstmann: „90 Prozent unserer Kunden kommen auf Empfehlung. Das ist für uns die beste Werbung. Denn es ist die ehrlichste.

 

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Ausgabe: Neue Osnabrücker Zeitung
Veröffentlicht am: 03.05.2015